{"id":534,"date":"2014-12-02T15:45:45","date_gmt":"2014-12-02T13:45:45","guid":{"rendered":"http:\/\/wolftobias.com\/?p=534"},"modified":"2021-12-18T20:20:20","modified_gmt":"2021-12-18T18:20:20","slug":"pegida-persoenlich-saechsische-zeitung-seite-3-02-12-2014","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wolftobias.com\/?p=534","title":{"rendered":"\u201ePegida pers\u00f6nlich\u201c &#8211; Das kriminelle Vorleben von Pegida-Chef Lutz Bachmann, S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 02.12.2014"},"content":{"rendered":"<p>S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 02.12.2014<\/p>\n<h1>Pegida pers\u00f6nlich<\/h1>\n<h4>Tausende demonstrieren seit Wochen in Dresden gegen eine &#8222;Islamisierung des Abendlandes&#8220;. Ihr Wortf\u00fchrer Lutz Bachmann sieht sich in der b\u00fcrgerlichen Mitte. Das ist eine gewagte These.<\/h4>\n<p>Von Alexander Schneider, Ulrich Wolf, Tobias Wolf und Heinrich Maria L\u00f6bbers<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/2014-12-02-Pegida-Seite3-DD.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-535\" src=\"http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/2014-12-02-Pegida-Seite3-DD-150x150.jpg\" alt=\"2014-12-02-Pegida-Seite3-DD\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/2014-12-02-Pegida-Seite3-DD-150x150.jpg 150w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/2014-12-02-Pegida-Seite3-DD-160x160.jpg 160w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/2014-12-02-Pegida-Seite3-DD-240x240.jpg 240w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/2014-12-02-Pegida-Seite3-DD-60x60.jpg 60w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/2014-12-02-Pegida-Seite3-DD-184x184.jpg 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Christstollen, um den sorgt sich derzeit Lutz Bachmann. Den werde man wohl bald nicht mehr nennen d\u00fcrfen, f\u00fcrchtet der Mann, der besonders gerne D\u00f6ner und Donuts isst. So weit werde es bestimmt noch kommen mit der Islamisierung in Deutschland, dass es irgendwann sogar dem Weihnachtsbaum an den Kragen gehe, wettert er.<\/p>\n<p>Es ist wieder mal Montagabend in Dresden, und wieder mal redet Bachmann \u00fcber die angebliche Gef\u00e4hrdung des christlich-j\u00fcdischen Abendlandes. Er selbst sei k\u00fcrzlich aus der Kirche ausgetreten, sagt er. Von &#8222;uns\u00e4glicher Asylpolitik&#8220; ist die Rede, von kriminellen Fl\u00fcchtlingen und &#8211; das Thema ist neu &#8211; von armen Rentnern, &#8222;die sich kaum ein St\u00fcck Stollen leisten k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>Diesmal sind es etwa 7 500, die &#8211; wie schon seit Wochen &#8211; bei der Kundgebung der Pegida, der &#8222;Patriotischen Europ\u00e4er gegen die Islamisierung des Abendlandes&#8220;, dem Redner zujubeln und &#8222;Wir sind das Volk&#8220; rufen. Sie applaudieren auch, als er &#8222;beim Thema Kriminalit\u00e4t&#8220; auf sich selbst zu sprechen kommt.<\/p>\n<p>Der 41-J\u00e4hrige sieht sich gezwungen, in die Offensive zu gehen, weil unangenehme Details \u00fcber seine Vergangenheit kursieren. &#8222;Auch ich habe ein Vorleben&#8220;, gibt Bachmann zu. &#8222;Aber ich stehe dazu.&#8220; Es gehe um Eigentumsdelikte und Schwarzfahren in Verbindung mit Bet\u00e4ubungsmitteln. &#8222;Fehler, die zwischen f\u00fcnf und 20 Jahren zur\u00fcckliegen, f\u00fcr die ich schon geradestehen musste. Meine pers\u00f6nlichen Fehler haben nichts mit Pegida und unseren Zielen zu tun.&#8220;<\/p>\n<p>Pegida ist quasi aus dem Nichts entstanden. Am Anfang sei eine kleine Facebook-Gruppe gewesen, erz\u00e4hlt Bachmann in seinem bislang einzigen Interview zu Pegida der Bild-Zeitung. Dass daraus so schnell eine so gro\u00dfe B\u00fcrgerbewegung geworden ist, \u00fcberrascht ihn offenbar selbst. &#8222;Ich h\u00e4tte nie gedacht, dass es so einschl\u00e4gt&#8220;, sagt er der Bild.<\/p>\n<p>Pegida ist der zweifellos gr\u00f6\u00dfte Erfolg im Leben eines Mannes, der zu Selbstdarstellung und -inszenierung neigt. Sein Leben in den vergangenen drei Jahren ist quasi f\u00fcr jedermann im Internet nachzulesen: von der Zahnwurzel-OP \u00fcber Urlaubsreisen bis hin zu seiner Ehe und dem Hund B\u00e4rbel. Mitunter grenzt das an Schamlosigkeit, etwa wenn er \u00fcber Frauen schreibt: &#8222;meine fresse sind die geldgeilen nutten auf pro7 hohl und stutenbissig!&#8220; Oder das Foto eines \u00fcppigen Busens mit dem Kommentar versieht: &#8222;ich komm mit ner nescherin &#8211; ups, sorry, ner vertreterin des negriden bev\u00f6lkerungskreises heim.&#8220;<\/p>\n<p>Ist das jene &#8222;christlich-j\u00fcdische Abendlandkultur&#8220;, die Bachmann vom Islam bedroht sieht? Entspricht es dem von ihm geforderten &#8222;respektvollen Umgang aller Menschen miteinander&#8220;, wenn er \u00fcber die Gr\u00fcnen twittert: &#8222;Geh\u00f6ren standrechtlich erschossen diese \u00d6ko-Terroristen! &#8230; allen voran Claudia Fatima Roth!&#8220;? Heute sagt er dazu, jeder schie\u00dfe doch mal \u00fcber das Ziel hinaus, auch er.<\/p>\n<p>Bei den Pegida-Demonstrationen tr\u00e4gt Bachmann meist einen Parka. Der Dreiwochenbart und seine h\u00fcnenhafte Figur lassen ihn entschlossen aussehen. Er selbst verortet sich in der &#8222;b\u00fcrgerlichen Mitte&#8220;. Sein Leben aber ist bislang wenig &#8222;b\u00fcrgerlich&#8220; verlaufen.<\/p>\n<p>Der geb\u00fcrtige Dresdner ging in den 1980er-Jahren in Coswig zur Schule, sein Vater f\u00fchrte dort eine Fleischerei. Die benachbarte Blumenh\u00e4ndlerin erinnert sich, dass &#8222;der kleine Lutz&#8220; manchmal im Laden ausgeholfen habe. 1992 gr\u00fcndet der dann nicht mehr so kleine Lutz nach eigenen Angaben eine Foto- und Werbeagentur, landet aber danach mehrfach vor Gericht: wegen K\u00f6rperverletzung und Fahrens ohne F\u00fchrerschein.<\/p>\n<p>Als Bachmann 25 ist, kommt er erstmals in die Schlagzeilen. Wieder wird dem Mann, der heute bei Pegida f\u00fcr eine &#8222;Null-Toleranz-Politik gegen\u00fcber straff\u00e4llig gewordenen Zuwanderern&#8220; eintritt, der Prozess gemacht. In seinem &#8222;schicken Anzug&#8220; sehe er aus wie der &#8222;nette Mann von nebenan&#8220; schrieb damals die Presse.<\/p>\n<p>Vor dem Landgericht Dresden stellt sich heraus, dass Bachmann 16-mal bei Firmen in Dresden und Umgebung eingebrochen war. Zudem hatte er versucht, seine damalige Freundin zur Falschaussage anzustiften; sie sollte ihm Alibis f\u00fcr die Einbr\u00fcche verschaffen. Vor dem Landgericht Dresden gibt Bachmann an, gelernter Koch zu sein, f\u00fchre inzwischen aber einen Handyladen in Cottbus. Er gibt die Diebst\u00e4hle zu und gesteht reum\u00fctig. Die Richter verurteilen ihn zu drei Jahren Haft, wenige Monate darauf kommen weitere acht Monate hinzu, erneut wegen Fahrens ohne F\u00fchrerschein.<\/p>\n<p>Bachmann wird nicht wie ein krimineller Asylbewerber abgeschoben, er haut aus eigenem Antrieb ab. In der Bild-Zeitung r\u00e4umt er ein, damals nach S\u00fcdafrika gefl\u00fcchtet zu ein. Dort habe er in Kapstadt &#8222;die erste Disco f\u00fcr Schwarze in der Innenstadt&#8220; mit aufgemacht. Im Internet hingegen gibt er an, von 1998 bis 2000 an der Universit\u00e4t von Kapstadt ein Grafik- und Designstudium absolviert zu haben. Auf Anfrage teilt die Hochschule jedoch mit, ein Lutz Bachmann sei in den Einschreibungsunterlagen nicht zu finden. Ebenso wenig ein &#8222;Hancock&#8220; Bachmann, wie sich der Pegida-Chef mitunter auch zu nennen pflegt. Zudem, so die Universit\u00e4tssprecherin in Kapstadt, biete man gar keine Grafik- und Designstudieng\u00e4nge an. Nach eigenen Angaben f\u00e4llt Bachmann dann doch den Entschluss, sich der deutschen Justiz zu stellen, &#8222;wenngleich sehr sp\u00e4t&#8220;. Im Februar 2001 r\u00fcckt er in die Justizvollzugsanstalt Dresden ein, bleibt dort 14 Monate, der Strafrest wird zur Bew\u00e4hrung ausgesetzt.<\/p>\n<p>Auf den Stra\u00dfen Dresdens k\u00e4mpft Bachmann mit Pegida daf\u00fcr, dass &#8222;f\u00fcr unsere Kinder ein Deutschland bewahrt wird, das in der ganzen Welt als das Land der Dichter und Denker ber\u00fchmt und gesch\u00e4tzt ist&#8220;. In diese Richtung unternimmt er nach seiner Haftstrafe tats\u00e4chlich einen Anlauf. Nicht als Dichter, aber erneut als Werbemann.<\/p>\n<p>Seine Agentur nennt er Hotpepperpix, er bietet Internetdienstleistungen an. In der Selbstdarstellung ist von einer engen Zusammenarbeit und langj\u00e4hrigen Erfahrungen &#8222;mit namhaften Medien aus aller Welt&#8220; die Rede. Die Angebots-Palette reiche vom &#8222;einfachen Passfoto \u00fcber Hochzeitsfotografie und Sport-Event-Bildern bis hin zur allgemeinen Pressefotografie und dem k\u00fcnstlerischen Akt.&#8220; Als Firmensitz fungiert zun\u00e4chst eine Wohnung im Dresdner Stadtteil Kaditz. Ein ehemaliger Nachbar erinnert sich noch gut an Bachmann. &#8222;Der hat hier gut f\u00fcnf Jahre gewohnt und f\u00fcr mich sogar ein paar Brocken Afrikaans gesprochen.&#8220; Unter Bachmanns Werbekunden finden sich einige, die man nicht gleich der &#8222;b\u00fcrgerlichen Mitte&#8220; zuordnen w\u00fcrde: etwa der Leipziger Erotikklub &#8222;Medusa&#8220;, die Tabledance-Bar &#8222;Angels&#8220; in Dresden oder das Bordell &#8222;Haus Hamburg&#8220;, f\u00fcr das &#8211; in Anspielung auf die fr\u00fchere Abwrackpr\u00e4mie &#8211; die Agentur Faltbl\u00e4tter f\u00fcr eine &#8222;Abfuck-Pr\u00e4mie&#8220; entwirft.<\/p>\n<p>Auch Dresdens bekanntester Nachtklubbesitzer, Wolfgang &#8222;Wolle&#8220; F\u00f6rster, geh\u00f6rte zu Bachmanns Kunden. Auf Nachfrage sagt F\u00f6rster, der heutige Pegida-Chef habe als Selbstst\u00e4ndiger Werbeauftr\u00e4ge von ihm \u00fcbernommen. &#8222;Ich halte ihn f\u00fcr einen Computerfachmann, der im Guten wie im B\u00f6sen alle Tricks drauf hat.&#8220; Dass F\u00f6rster immer noch Inhaber der Internetdomain von Bachmanns Agentur ist, \u00fcberrascht ihn. &#8222;Davon wei\u00df ich nichts&#8220;, sagt F\u00f6rster.<\/p>\n<p>Nach SZ-Informationen ist Bachmann zu jener Zeit auch f\u00fcr den Nachtklub &#8222;Angels&#8220; in Leipzig t\u00e4tig. Dort lernt er seine sp\u00e4tere Freundin kennen, eine 15 Jahre j\u00fcngere T\u00e4nzerin. Beide ziehen 2009 nach Dresden und werden im Sp\u00e4tsommer jenes Jahres mit Kokain erwischt: einmal mit 40 und ein weiteres Mal mit 54 Gramm.<\/p>\n<p>Bachmann kommt f\u00fcr Monate in Untersuchungshaft, es wird ihm untersagt, gewerbsm\u00e4\u00dfig t\u00e4tig zu sein. Mehrere Haftpr\u00fcfungen verlaufen zu seinen Ungunsten: Die Richter lehnen eine Entlassung aufgrund der Straferwartung, seiner Vorgeschichte, seiner h\u00e4ufigen Wohnsitzwechsel sowie seiner unklaren sozialen und beruflichen Lage ab. Zudem bestehe Fluchtgefahr. Im Februar 2010 verurteilt ihn das Landgericht Dresden wegen Drogenhandels zu zwei Jahren auf Bew\u00e4hrung, die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft beantragt. Seine Freundin kommt mit sieben Monaten davon.<\/p>\n<p>Einen Anker in den Wirren seines Lebens hat Bachmann mit seinem Vater. Mit dem Verkauf von dessen &#8222;Original S\u00e4chsischen Bratw\u00fcrsten&#8220; h\u00e4lt sich der Sohn immer wieder \u00fcber Wasser. Er bringt es damit sogar zu einer gewissen Ber\u00fchmtheit.<\/p>\n<p>Als er 2011 mit seinem Stand erst vor Striezel-, und kurz darauf auch generell vom Altmarkt fliegt, wendet sich Bachmann an die Presse und spricht von einer &#8222;Marktintrige&#8220;. Er sei ein Opfer etablierter H\u00e4ndler geworden, die sich \u00fcber seine g\u00fcnstigen Verkaufspreise mokiert h\u00e4tten. Dem Amt f\u00fcr Wirtschaftsf\u00f6rderung unterstellt er gar Betrug. Nur der Einstieg eines &#8222;Investors&#8220; habe den Ruin seines Unternehmens verhindert, erz\u00e4hlt der vertriebene Bratwurstverk\u00e4ufer der Morgenpost.<\/p>\n<p>Die bislang letzte Wohnadresse Bachmanns auf Dresdner Terrain liegt in Altbriesnitz nahe der Autobahn vier. Es ist jene Adresse, mit der Bachmann auch als Inhaber der Pegida-Domain fungiert. Am Zaun h\u00e4ngen vier Briefk\u00e4sten, darunter auch einer, auf dem handschriftlich &#8222;Bachmann&#8220; notiert ist. Im Garten halten sich mehrere Ausl\u00e4nder auf. Die Frauen tragen Kopft\u00fccher. Auf die Frage, ob Lutz Bachmann hier wohne, antwortet ein Mittvierziger: &#8222;Wir sind gute Freunde von Lutz, nehmen seine Post entgegen, er macht Werbung f\u00fcr uns. Der wohnt aber hier nicht mehr, ist jetzt in Kesselsdorf.&#8220;<\/p>\n<p>Auf den Demonstrationen der Pegida betont Bachmann stets seine guten Kontakte zu Ausl\u00e4ndern, insbesondere zu T\u00fcrken. Einer von ihnen sei auch sein Trauzeuge. Hakan \u00d6. ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines Online-Kasinos<\/p>\n<p>In Kesselsdorf klebt hinter dem Haust\u00fcrglas ein Zettel, demzufolge die Post f\u00fcr die Agentur Hotpepperpix bei einer anderen Familie abgegeben werden soll, falls keiner \u00f6ffne. In dem Reihenhaus aus den 1990er-Jahren lebt Bachmann mit seiner Ehefrau Vicky, die ihn auf den Demonstrationen stets in der ersten Reihe begleitet. F\u00fcr sie steht fest: &#8222;Hier in Dresden kann man seine Kinder nicht mehr auf die Stra\u00dfe lassen, vor allem nicht auf der Prager Stra\u00dfe, wo die ganzen ausl\u00e4ndischen Drogenh\u00e4ndler stehen.&#8220;<\/p>\n<p>Ihre Verm\u00e4hlung im vergangenen Juli pr\u00e4sentiert das Paar im Internet vor einer traumhaft kombinierten Kulisse aus Schloss Wackerbarth und geliehenem Rolls-Royce. Auf Facebook inszenieren sie sich &#8211; nach dem Vorbild der RTL-Fernsehserie &#8222;Die Geissens&#8220; &#8211; als &#8222;Die Bachmanns&#8220;. F\u00fcr einen Friseurladen in Freital vertreiben sie Textilien, bevorzugt mit aufgedruckten Liebeserkl\u00e4rungen an die Stadt und ihre Ortsteile wie &#8222;Potschappel-Luder&#8220;, &#8222;Deuben-Tussi&#8220; oder &#8222;Zacke-Zicke&#8220;. Der Wirtschaftsdatenbankbetreiber Creditreform urteilt \u00fcber den Unternehmer Bachmann: &#8222;Die Person ist bekannt, hat keine Bonit\u00e4t mehr.&#8220;<\/p>\n<p>Mit der Justiz ist Bachmann ebenfalls noch nicht im Reinen. Der Drogenhandel-Sache folgen weitere Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr und falscher Verd\u00e4chtigung. Zudem verst\u00f6\u00dft er gegen die Unterhaltspflicht gegen\u00fcber seinem Sohn. Der werbetreibende W\u00fcrstchenverk\u00e4ufer ist immer noch auf Bew\u00e4hrung. Er darf weder \u00f6ffentliche \u00c4mter bekleiden noch ist er w\u00e4hlbar. Zudem ist es ihm, der &#8222;alle Kinder in einem friedlichen und weltoffenen Deutschland aufwachsen&#8220; sehen will, verboten, Jugendliche zu besch\u00e4ftigen, zu beaufsichtigen oder gar auszubilden.<\/p>\n<p>Kritischen Fragen zu seiner Rolle und seiner Vorbildfunktion bei Pegida ist Bachmann bislang ausgewichen. Mehrere Bitten um ein Gespr\u00e4ch mit der S\u00e4chsischen Zeitung lehnte er ab. Auch auf schriftliche Fragen antwortete er nicht. Stattdessen teilte Pegida offiziell mit, man werde am heutigen Dienstag eine Presseerkl\u00e4rung abgeben, in der auch &#8222;die Personalie Bachmann&#8220; eine Rolle spiele. Bachmann selbst aber stellte die Fragen samt Antworten vorab und f\u00fcr alle einsehbar ins Internet.<\/p>\n<p>Wie in den vergangenen sechs Montagabenden folgten auch gestern wieder Tausende dem Pegida-Aufruf. Erstmals aber stoppten Gegendemonstranten den Protestmarsch auf der genehmigten Route mit einer Sitzblockade. Ob Bachmann weiterhin als Wortf\u00fchrer von Pegida amtieren wird, l\u00e4sst er offen. &#8222;Ich bin austauschbar&#8220;, rief er der Masse zu. &#8222;Und wenn es besser f\u00fcr unsere Sache ist, trete ich zur\u00fcck aus dem ungewollten Rampenlicht.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 02.12.2014 Pegida pers\u00f6nlich Tausende demonstrieren seit Wochen in Dresden gegen eine &#8222;Islamisierung des Abendlandes&#8220;. Ihr Wortf\u00fchrer Lutz Bachmann sieht sich in der b\u00fcrgerlichen Mitte. Das ist eine gewagte These. Von Alexander Schneider, Ulrich Wolf, Tobias Wolf und Heinrich Maria L\u00f6bbers Christstollen, um den sorgt sich derzeit Lutz Bachmann. Den werde man [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[221,66,156,230,155,153,157,176,239,28,50,192,8],"class_list":["post-534","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik_extremismus","tag-afd","tag-dresden","tag-extremismus","tag-landesamt-fuer-verfassungsschutz","tag-lutz-bachmann","tag-pegida","tag-politik","tag-rechtsextremismus","tag-rechtsextremisten","tag-saechsische-zeitung","tag-seite-3","tag-terrorismus","tag-tobias-wolf"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/534","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=534"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/534\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":835,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/534\/revisions\/835"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=534"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=534"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}