{"id":737,"date":"2020-12-07T22:17:46","date_gmt":"2020-12-07T20:17:46","guid":{"rendered":"http:\/\/wolftobias.com\/?p=737"},"modified":"2021-12-18T19:48:58","modified_gmt":"2021-12-18T17:48:58","slug":"aerzte-die-quer-denken-saechsische-zeitung-seite-3-07-12-2020","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wolftobias.com\/?p=737","title":{"rendered":"&#8222;\u00c4rzte die quer denken&#8220; &#8211; Mediziner f\u00fcr alternative Fakten, S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 07.12.2020"},"content":{"rendered":"<p>S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 07.12.2020<\/p>\n<h1>\u00c4rzte die quer denken<\/h1>\n<h4>Auch in Sachsen gibt es Mediziner, die die Corona-Politik rundum ablehnen. Sie verweigern das Tragen von Masken und reden auf Demonstrationen. Warum nur?<\/h4>\n<p>Von Oliver Hach, Tobias Wolf und Ulrich Wolf<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wolftobias.com\/?attachment_id=738\" rel=\"attachment wp-att-738\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-738\" src=\"http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2020-12-07-S3-\u00c4rzte-die-querdenken-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2020-12-07-S3-\u00c4rzte-die-querdenken-150x150.jpg 150w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2020-12-07-S3-\u00c4rzte-die-querdenken-160x160.jpg 160w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2020-12-07-S3-\u00c4rzte-die-querdenken-240x240.jpg 240w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2020-12-07-S3-\u00c4rzte-die-querdenken-60x60.jpg 60w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/2020-12-07-S3-\u00c4rzte-die-querdenken-184x184.jpg 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Die Frau, die sich an diesem Novemberabend auf dem Rathausplatz von Oelsnitz im Erzgebirge stellt, hat kein Mikrofon mitgebracht. &#8222;Kommt ein St\u00fcckchen ran&#8220;, ruft sie den Menschen zu. Etwa 200 bis 300 Leute r\u00fccken dicht zusammen. Fast niemand tr\u00e4gt eine Maske, die Polizei schaut zu.<\/p>\n<p>Die Frau beginnt zu sprechen. Es ist Dr. med. Gerlind L\u00e4ger, Fach\u00e4rztin f\u00fcr Innere Medizin. Ihre Praxis liegt nur drei Gehminuten entfernt. &#8222;Viele kennen mich hier&#8220;, beginnt die Mittf\u00fcnfzigerin ihre Rede. Schnell ist sie beim Thema. Das Infektionsschutzgesetz sei &#8222;ein Gesetz, das die Grundrechte aushebelt&#8220; und Corona eine mittelschwere Grippe. &#8222;Wer kennt einen schwer Erkrankten?&#8220;, ruft sie. &#8222;Ich nicht&#8220;, antworten einige. &#8222;Wovor haben wir Angst?&#8220;, fragt sie. Und schiebt die Antwort gleich hinterher: &#8222;Die Angst wird von den Medien gemacht.&#8220;<\/p>\n<p>L\u00e4ger sieht sich im Widerstand gegen das System, gegen die etablierte Politik, gegen die f\u00fchrenden Virologen und Epidemiologen. Die Maske nennt sie einen &#8222;Maulkorb&#8220;. Bewusst zieht sie eine Parallele zu den Nazis: &#8222;Die Maske ist der Stern. Ich bin schon froh, dass er nicht gelb sein muss.&#8220; Sie war auf den gro\u00dfen Querdenker-Demonstrationen in Leipzig und Berlin. In Oelsnitz sagt sie: &#8222;Das Robert-Koch-Institut hat bei mir jedes Vertrauen verspielt.&#8220; Applaus. &#8222;Jawoll, bei uns auch&#8220;, schallt es zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Fast 90 Prozent der Deutschen vertrauen nach einer Umfrage des N\u00fcrnberger Marktforschungsinstituts GFK der Berufsgruppe der \u00c4rzte. Umso mehr Gewicht haben ihre Worte in der Pandemie. Allein in Sachsen arbeiten rund 15.000 \u00c4rzte eigenst\u00e4ndig oder in Kliniken. Sie alle tragen wesentlich zur Akzeptanz der Corona-Schutzma\u00dfnahmen bei. Oder zu deren Ablehnung. Setzen sie in den Fluren und Wartezimmern ihrer Praxen die Maskenpflicht wirklich um? Handeln sie stets nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, wie es ihre Berufsordnung besagt? Oder widersetzen sie sich all dem, weil es Mainstream ist?<\/p>\n<p>&#8222;Setzt eure Kinder um Himmels willen nicht mit diesem Lappen vorm Gesicht in die Schule&#8220;, fleht die \u00c4rztin L\u00e4ger. Direkt vor ihr steht eine Frau mit einem Kind im Grundschulalter, offenkundig deren Sohn. Die Mutter erregt sich: &#8222;Er wird angeschrien in der Schule, er soll die Maske aufsetzen.&#8220; &#8222;Nein!&#8220;, antwortet L\u00e4ger. Als der Junge best\u00e4tigt &#8222;Das mach\u2018 ich nicht&#8220;, echot sie: &#8222;Mach\u2018 ich nicht &#8211; richtig!&#8220; Wieder klatschen die Demonstranten .<\/p>\n<p>Die Maske ist l\u00e4ngst zum Symbol geworden im diffusen Kampf zwischen Pro und Kontra beim Corona-Schutz. Die Initiatoren der Kampagne &#8222;\u00c4rzte f\u00fcr Aufkl\u00e4rung&#8220; etwa halten sie f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig. Auf ihrer Homepage pr\u00e4sentieren sie rund 2.000 Unterschriften. Gut die H\u00e4lfte davon ist allerdings nicht aus der Gesundheitsbranche. Es stehen auch Immobilienmakler, Betriebswirte, Kfz-Mechaniker oder Lageristen auf der Liste. Dass einer der Initiatoren, ein Hamburger Internist, einer Rentnerin einst vor Gericht bescheinigte, eine Allergie gegen Schwarze zu haben, spielt f\u00fcr die Unterschreiber offenbar keine Rolle.<\/p>\n<p>Darunter sind vier \u00c4rzte, drei Heilpraktiker und zwei Apothekerinnen aus Dresden. Aus Leipzig sind Krankenschwestern, Logop\u00e4den, Heilpraktiker und Zahn\u00e4rzte dabei. Auch zwei G\u00f6rl itzer Haus\u00e4rzte haben unterschrieben. Ihre Namen sind nicht identisch mit denen, die dort die Proteste gegen die Corona-Auflagen im Fr\u00fchsommer organisiert hatten. Und auch der Chefarzt einer G\u00f6rlitzer Klinik teilte seinerzeit von seiner Facebook-Seite aus auff\u00e4llig viele Beitr\u00e4ge und Links, die die Corona-Gefahr relativierten. Erst vor ein paar Tagen verschickte er wieder eine Mail zu einem &#8222;hochinteressanten Beitrag&#8220; aus dem \u00c4rzteblatt. Es handelte sich um den Leserbrief eines Arztes aus S\u00fcddeutschland, der unter anderem schrieb: &#8222;Wir \u00c4rzte sind verpflichtet, uns gegen unsinnige und sch\u00e4dliche Regierungsma\u00dfnahmen zu wenden.&#8220;<\/p>\n<p>Ein auch in G\u00f6rlitz teils bejubelter Gast war zuletzt auch der bekannteste Querdenker unter den Medizinern: der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Bodo Schiffmann aus Sinsheim bei Heidelberg. Er vergleicht die Corona-Ma\u00dfnahmen gern mit dem Erm\u00e4chtigungsgesetz von 1933. Zumindest bei Pegida in Dresden und in Brandenburg ist der Cottbuser Zahnarzt Christoph Brandt bekannt. Der 64 Jahre alte Katholik lehnt den Mund-Nasen-Schutz als &#8222;Symbol der Unterdr\u00fcckung&#8220; ab. Er geh\u00f6rt zu den Gr\u00fcndern des Vereins &#8222;Zukunft Heimat&#8220;, der f\u00fcr den Verfassungsschutz &#8222;erwiesen rechtsextremistisch&#8220; ist. Seit Oktober sitzt Brandt als AfD-Fraktionschef im Landtag in Potsdam.<\/p>\n<p>Das Feindbild Maske &#8211; wohl auch deshalb hat die Oelsnitzerin Gerlind L\u00e4ger einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnet. &#8222;\u00c4rzte stehen auf&#8220; lautet der Titel. Initiiert hat das Schreiben eine Assistenz\u00e4rztin aus Weiden in der Oberpfalz, die dort im M\u00e4rz 2020 als Kandidatin der \u00d6kologisch-Demokratischen Partei Deutschlands f\u00fcr den Stadtrat antrat. Die rund 300 Unterzeichner fordern eine &#8222;sofortige Aufhebung aller Corona-Ma\u00dfnahmen&#8220;. Diese beg\u00fcnstigten bei gesunden Menschen &#8222;eine Abnahme der nat\u00fcrlichen Widerstandsf\u00e4higkeit&#8220;. Die Corona-Sterberate gleiche &#8222;der einer mittelschweren saisonalen Grippe&#8220;. Man beobachte &#8222;mit Erstaunen und Entsetzen&#8220;, wie viele Millionen Euro Steuergeld &#8222;in ein Impfstoff-Projekt mit ungewissem Ausgang und recht kleiner Zielgruppe&#8220; gesteckt werde.<\/p>\n<p>Au\u00dfer L\u00e4ger, die wegen ihrer Maskenverweigerungshaltung inzwischen keinen Notdienst mehr aus\u00fcben darf im Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge, finden sich 20 weitere Namen aus Sachsen unter dem Brief. Etwa der eines Heilpraktikers aus Bautzen, der sich zur Schenker-Bewegung bekennt. Oder der eines Orthop\u00e4dietechnikers aus Grimma, der Mitglied der Gr\u00fcnen ist. Oder der eines Zahnarztes aus Oelsnitz, der f\u00fcr die AfD im Stadtrat sitzt. Oder der einer Zahn\u00e4rztin aus Pirna, die als Dozentin an der Dresdner Heilpraktikerschule t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>Die Allgemeinmedizinerin Annette Wei\u00df aus P\u00f6hl im Vogtland hat ebenfalls unterschrieben. Sie sagt, die derzeitigen Ma\u00dfnahmen lie\u00dfen s\u00e4mtliche psychosozialen Faktoren au\u00dfer Acht. Zudem sei unbestreitbar, &#8222;dass es einen zeitlichen Zusammenhang gibt zwischen der Einf\u00fchrung von 5G und dem Auftreten von Covid-19&#8220;. Ihre Kollegin Susanne Hein aus Neuensalz betont, man m\u00fcsse das Virus als &#8222;allgemeines Lebensrisiko begreifen&#8220;. Der Zwickauer Gyn\u00e4kologe Christoph Heinritz-Bechtel hat den Brief auf seine Praxis-Homepage gestellt. Warum? Weil die Ma\u00dfnahmen der Politik zu &#8222;nicht absehbaren Sch\u00e4den f\u00fcr die Gesundheit aller B\u00fcrger&#8220; f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Eine Dresdner \u00c4rztin m\u00f6chte in der Zeitung nicht benannt werden, obwohl doch ihr Name und Wohnort samt Postleitzahl unter dem Brief im Internet zu lesen sind. Der Vorraum ihrer Praxis besteht aus einem Schreibtisch f\u00fcr die Sprechstundenhilfe und zwei Korbst\u00fchlen, zwischen denen ein kleiner Tisch eingeklemmt ist. Darauf liegen Flyer der Initiative &#8222;Eltern stehen auf&#8220; und ein Buch mit dem Titel &#8222;Corona-Fehlalarm&#8220;. Handzettel werben f\u00fcr eine &#8222;Gro\u00df-Demonstration f\u00fcr Demokratie und Grundrechte&#8220; in Dresden. In einem Selbstportr\u00e4t gibt sie an, die &#8222;Arbeit mit dem Wesenskern&#8220; des Menschen f\u00fcr sich entdeckt zu haben. Sie sagt, sie sei auf mehreren Querdenker-Demonstrationen gewesen. &#8222;Wenn man gegen die Maskenpflicht protestiert, dann tr\u00e4gt man die Maske nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Das Auslegen solcher Schriften sehen Fachleute kritisch, weil \u00c4rzte damit ihre Vertrauensstellung bei Patienten benutzen k\u00f6nnten, um sie zu beeinflussen. &#8222;Ob solche Brosch\u00fcren und Sachen im Wartezimmer noch zur Meinungsfreiheit geh\u00f6ren oder der Berufspflicht von \u00c4rzten widersprechen, m\u00fcsste dringend mal von Gerichten gekl\u00e4rt werden&#8220;, sagt ein Experte.<\/p>\n<p>Die meisten der s\u00e4chsischen Mediziner, die sich mit &#8222;\u00c4rzte stehen auf&#8220; identifizieren, antworten aber gar nicht erst auf die Frage nach dem Warum. &#8222;Daf\u00fcr hat der Doktor jetzt keine Zeit&#8220;, sagt die Sprechstundenhilfe eines Hausarztes in Kreischa bei Pirna. Der erbetene R\u00fcckruf bleibt aus. Auf einem Schild in der Praxis steht: &#8222;Patienten mit Maskenbefreiung oder gesundheitlichen Problemen&#8220; seien von der Pflicht ausgenommen. Von den vier Patienten im Wartezimmer tr\u00e4gt eine junge Frau keine Maske.<\/p>\n<p>Die Landes\u00e4rztekammer hat derzeit in Sachen Corona-Protest 40 bis 50 F\u00e4lle auf dem Schirm. &#8222;Die Schwerpunkte sind mutma\u00dfliche Gef\u00e4lligkeitsatteste und die Nichteinhaltung der Maskenpflicht in Arztpraxen&#8220;, sagt Sprecher Knut K\u00f6hler. Die Kriterien f\u00fcr Masken-Atteste seien sehr streng und m\u00fcssten genau begr\u00fcndet werden. Aus Gef\u00e4lligkeit d\u00fcrften sie nicht ausgestellt werden. Wenn das nachweisbar sei, k\u00f6nne die Kammer ein Bu\u00dfgeld verh\u00e4ngen oder eine R\u00fcge aussprechen.<\/p>\n<p>Die Hinweise auf die Verst\u00f6\u00dfe durch \u00c4rzte k\u00e4men von Patienten, B\u00fcrgern, anderen Medizinern sowie Beh\u00f6rden wie Gesundheits- und Landrats\u00e4mtern. Derlei Hinweise kommen inzwischen fl\u00e4chendeckend aus dem ganzen Freistaat. Ostsachsen sticht demnach besonders hervor mit den Regionen um G\u00f6rlitz, Bautzen und Zittau sowie den Landkreisen Mei\u00dfen und S\u00e4chsische Schweiz\/Osterzgebirge. In Westsachsen betrifft das vor allem Chemnitz und Zwickau.<\/p>\n<p>Bianca Witzschel hat man vor einigen Jahren sogar die Approbation entzogen. Sie soll sie inzwischen wieder erlangt haben. Die einstige Fach\u00e4rztin f\u00fcr Allgemeinmedizin in Moritzburg sieht sich auch als jemand, der aufsteht. 2014 stand sie wegen Versto\u00dfes gegen das Waffengesetz vor Gericht. Sie hatte elf Waffen und mehrere Hundert Schuss Munition gehortet &#8211; und ihren Personalausweis abgegeben, weil sie die Bundesrepublik nicht anerkennt. Eine Reichsb\u00fcrgerin. Eine Klientel, die, so der s\u00e4chsische Verfassungsschutz, &#8222;explizit die N\u00e4he zu den Organisatoren von Querdenker-Initiativen sucht&#8220;.<\/p>\n<p>Wie auf dem Marktplatz in Oelsnitz. Eine Frau dr\u00fcckt der \u00c4rztin Gerlind L\u00e4ger ein Flugblatt der Reichsb\u00fcrgervereinigung &#8222;K\u00f6niglich S\u00e4chsischer Gemeindeverbund&#8220; in die Hand. Die Frau erz\u00e4hlt, die Beh\u00f6rden h\u00e4tten einer Freundin die dreij\u00e4hrige Tochter weggenommen, als sie Schnupfen bekam. Begr\u00fcndung: Ihre Wohnung sei f\u00fcr die Quarant\u00e4ne zu klein. Fast vier Monate sei das her, behauptet die Frau. Ihre Freundin wisse bis heute nicht, wo ihre Tochter sei. &#8222;Ich glaube das zu 100 Prozent&#8220;, sagt L\u00e4ger. Tats\u00e4chlich? Reflektiert L\u00e4ger ihr Handeln? Ist es ihr egal, dass sie im S\u00fcdwesten Sachsens regelm\u00e4\u00dfig auf Kundgebungen spricht, die ein regional bekannter Rechtsextremist organisiert? Offensichtlich nicht. Wichtiger ist ihr das Aufbegehren gegen die Gesundheits\u00e4mter, die &#8222;sinnlose Tests&#8220; veranlassten. Und gegen die Labore, die damit &#8222;einen goldenen L\u00f6ffel&#8220; verdienten.<\/p>\n<p>Einer dieser vermeintlichen Profiteure ist ein Facharzt f\u00fcr Laboratoriumsmedizin in Plauen. Auch sein Name findet sich unter dem Brief von &#8222;\u00c4rzte stehen auf&#8220;. Er ist als Standortleiter f\u00fcr eines der gr\u00f6\u00dften Laborunternehmen Deutschlands t\u00e4tig, das vor allem im S\u00fcdwesten Sachsens t\u00e4glich bis zu 6.000 Coronatests auswertet. Der Mediziner will namentlich nicht zitiert werden. Am Telefon erkl\u00e4rt er, er sei politisch nicht aktiv, sorge sich aber darum, wie wegen Corona angeblich leichtfertig Grundrechte eingeschr\u00e4nkt werden. Man habe vergessen, dass alte Menschen auch an anderen Viruserkrankungen sterben. Au\u00dfer dem Laborarzt stehen 83 Allgemeinmediziner, 53 Zahn\u00e4rzte, 27 Psychologen, Psychiater oder psychosomatische \u00c4rzte, 24 Internisten, 14 Gyn\u00e4kologen, neun An\u00e4sthesisten, f\u00fcnf Augen\u00e4rzte und zwei Sozialmediziner auf der bundesweiten Liste. Die restlichen fast 100 Unterschriften kommen aus Hom\u00f6opathie und Naturheilkunde.<\/p>\n<p>Die deutsche Klinikrealit\u00e4t scheinen sie auszublenden. &#8222;Wir sind in einer absoluten Ausnahmesituation, die wir in der Geschichte der Intensivmedizin so noch nie erlebt haben&#8220;, sagt Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin. Aus seiner Sicht h\u00e4tte der Lockdown sch\u00e4rfer ausfallen m\u00fcssen. Das St\u00e4dtische Klinikum Dresden kann bereits keine Covid-19-Patienten mehr aufnehmen, auch die Oberlausitz-Kliniken haben Alarm geschlagen.<\/p>\n<p>Nach einer Dreiviertelstunde hat Gerlind L\u00e4ger ihre Rede in Oelsnitz beendet. Ein Mann, der die Auftritte der \u00c4rztin regelm\u00e4\u00dfig im Internet ank\u00fcndigt, macht noch eine Durchsage. &#8222;Die nehmen uns Ostern, die nehmen uns Weihnachten, die wollen uns Silvester nehmen, die nehmen uns alles&#8220;, br\u00fcllt er. Und dann dreimal im Wechsel mit der Menge: &#8222;Muss das sein?&#8220; &#8222;Nein!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 07.12.2020 \u00c4rzte die quer denken Auch in Sachsen gibt es Mediziner, die die Corona-Politik rundum ablehnen. Sie verweigern das Tragen von Masken und reden auf Demonstrationen. Warum nur? Von Oliver Hach, Tobias Wolf und Ulrich Wolf Die Frau, die sich an diesem Novemberabend auf dem Rathausplatz von Oelsnitz im Erzgebirge stellt, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,1],"tags":[263,255,257,252,259,256,262,261,260,153,143,254,253,176,239,67,258],"class_list":["post-737","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik_extremismus","category-text","tag-allgemeinmedizin","tag-antisemitismus","tag-aerzte","tag-corona","tag-erzgebirge","tag-medizin","tag-notarzt","tag-notaerztin","tag-notfallmedizin","tag-pegida","tag-polizei","tag-querdenken","tag-querdenker","tag-rechtsextremismus","tag-rechtsextremisten","tag-sachsen","tag-verfassungsschutz"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=737"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/737\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":814,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/737\/revisions\/814"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/wolftobias.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}