{"id":779,"date":"2021-04-23T18:28:23","date_gmt":"2021-04-23T16:28:23","guid":{"rendered":"http:\/\/wolftobias.com\/?p=779"},"modified":"2021-12-18T19:48:28","modified_gmt":"2021-12-18T17:48:28","slug":"reise-der-gegensaetze-sachsens-ministerpraesident-auf-umstrittener-moskau-reise-saechsische-zeitung-seite-3-23-04-2021","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wolftobias.com\/?p=779","title":{"rendered":"&#8222;Reise der Gegens\u00e4tze&#8220; &#8211; Sachsens Ministerpr\u00e4sident auf umstrittener Moskau-Reise, S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 23.04.2021"},"content":{"rendered":"\n<p>S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 23.04.2021<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Reise der Gegens\u00e4tze&#8220;<\/h1>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer ist mit gro\u00dfer Delegation in Russland unterwegs. Au\u00dferprotokollarischer H\u00f6hepunkt: ein Telefonat mit Putin.<\/h4>\n\n\n\n<p>Von Tobias Wolf, z. Zt. Moskau<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Reise-der-Gegens\u00e4tze-SZ_DDN_23-04-2021_03-2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Reise-der-Gegens\u00e4tze-SZ_DDN_23-04-2021_03-2-150x150.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-786\" srcset=\"http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Reise-der-Gegens\u00e4tze-SZ_DDN_23-04-2021_03-2-150x150.jpg 150w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Reise-der-Gegens\u00e4tze-SZ_DDN_23-04-2021_03-2-160x160.jpg 160w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Reise-der-Gegens\u00e4tze-SZ_DDN_23-04-2021_03-2-240x240.jpg 240w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Reise-der-Gegens\u00e4tze-SZ_DDN_23-04-2021_03-2-60x60.jpg 60w, http:\/\/wolftobias.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Reise-der-Gegens\u00e4tze-SZ_DDN_23-04-2021_03-2-184x184.jpg 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Tausende str\u00f6men in Richtung Kreml. Die Stra\u00dfen sind voll mit Menschen,\ndie hinter Absperrgittern an ihr Ziel dr\u00e4ngen. Polizei-Sirenen heulen hektisch\ndurch die Innenstadt. Eine Kolonne von Einsatzfahrzeugen rast mit Blaulicht\nvorbei an Banken, hell erleuchteten Modegesch\u00e4ften und edel eingerichteten Smartphone-Stores.\nAuf mehreren Kilometern L\u00e4nge haben Moskaus Sicherheitskr\u00e4fte die regennassen\nHauptstra\u00dfen mit Metallz\u00e4unen verbarrikadiert. Die Transfer-Busse der s\u00e4chsischen\nRussland-Delegation k\u00e4mpfen sich vom Flughafen durch den z\u00e4hen Verkehr an den\nGittern vorbei zum Hotel nahe des Roten Platzes.<\/p>\n\n\n\n<p>An jeder Kreuzung stehen Polizeiautos, hier und da sind\nvergitterte Busse zu sehen, die Verhaftete abtransportieren sollen. Wie viele\nDemonstranten an diesem Abend in Moskau und Dutzenden anderen russischen St\u00e4dten\ndie Freilassung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny fordern werden, kann da noch\nniemand absch\u00e4tzen. Moskau ist wie im Ausnahmezustand. Mal wieder, die Menschen\ngehen seit einigen Wochen in Russland wieder h\u00e4ufig auf die Stra\u00dfen, um f\u00fcr\nDemokratie, Freiheit und ihren Hoffnungstr\u00e4ger Nawalny zu protestieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist der angespannte Beginn einer ohnehin schon heiklen\nMoskau-Mission von Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer. Noch am Flughafen\nwerden der Regierungschef und seine Delegation vom deutschen Botschafter\ngewarnt, am Abend das Hotel nicht zu verlassen. In Russland wisse man nie, wie\nsich die Dinge entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Weder Botschaft noch Berlin k\u00f6nnten helfen, wenn man von\nSicherheitskr\u00e4ften an- und aufgegriffen werde. Man m\u00fcsse nicht einmal bei der\nDemonstration sein, es reiche, irgendwo in der N\u00e4he zu sein, hei\u00dft es. Neugier\nkann hier gef\u00e4hrlich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch kurz vor seiner Abreise nach Moskau hatte Kretschmer seinen\nviert\u00e4gigen Trip in ung\u00fcnstiger Zeit erneut verteidigt. Er wei\u00df, dass auch\neigene Parteifreunde auf Bundesebene die Reise ins Putin-Land argw\u00f6hnisch be\u00e4ugen.\n\u201eBesonders in schwierigen Zeiten muss man im Dialog bleiben\u201c, sagt Kretschmer.\nRussland sei \u201eunser nat\u00fcrlicher Partner\u201c. Im Westen orientiere man sich an\nAmerika und Frankreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Sachsens Aufgabe sei die Verst\u00e4ndigung und der Austausch mit\nPolen, Tschechien und anderen osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern bis hin nach Russland.\nKretschmer d\u00fcrfe sich nicht von Putin \u201einstrumentieren\u201c lassen, warnt ihn\nwenige Stunden sp\u00e4ter Au\u00dfenminister Heiko Maas, der da gerade auf dem Balkan\nunterwegs ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrfach war Kretschmers zweite Russland-Reise wegen Corona verschoben\nworden. Zuletzt wollte er Anfang Dezember starten. Wom\u00f6glich w\u00e4ren die au\u00dfenpolitischen\nUmst\u00e4nde dann g\u00fcnstiger gewesen. Nun eskaliert die Ukraine-Krise, aus\nTschechien kommen Terrorvorw\u00fcrfe an Russlands Adresse, und dann ist da noch der\ninternationale Druck wegen Alexej Nawalny. <\/p>\n\n\n\n<p>Kritik an Kretschmers Reise- und Gespr\u00e4chspl\u00e4nen kommt auch von\nden beiden Koalitionsparteien, den Gr\u00fcnen und der SPD. Kretschmer solle die\nFrage der Menschenrechte ansprechen, vor allem aber auf Hilfe f\u00fcr Nawalny dr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Lage in Russland l\u00e4sst sich Kretschmer noch am Abend\nseiner Ankunft in der Deutschen Botschaft informieren \u2013 w\u00e4hrend seine Begleiter\nsich fragen, ob das, was sie hinter ihren Busfenstern sehen, noch in der Nacht\nzu einem Gewaltausbruch f\u00fchren wird. Kalt und windig ist es, nur der harte Eisregen\ndes Vortages hat sich verzogen. Die Demonstranten stehen eng beieinander. Ihnen\ngegen\u00fcber haben sich Hundertschaften der Sondereinheit Omon in\nTarnfleck-Uniform positioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die M\u00e4nner mit den schwarzen Schutzhelmen sind f\u00fcr ihre Brutalit\u00e4t\nbei Demonstrationen bekannt. Aus allen Gassen dr\u00e4ngen die meist jungen Menschen\nzusammen. \u201eRussland ohne Putin\u201c, skandieren sie. Seltsame Dinge passieren an\ndiesem Abend in der russischen Hauptstadt. Rund 25.000 Menschen sollen sich\nversammelt haben. Fast unbehindert von den Sicherheitskr\u00e4ften, die unbeteiligt\nam Rand des Geschehens warten. 29 Festnahmen soll es am Ende in Moskau gegeben\nhaben. Die Zur\u00fcckhaltung der Ordnungsh\u00fcter erkl\u00e4ren einige Beobachter mit der\nRede zur Lage der Nation des Pr\u00e4sidenten am selben Tag.<\/p>\n\n\n\n<p>Putin droht darin dem Westen vor dem \u00dcberschreiten einer \u201eroten\nLinie\u201c. \u201eOrganisatoren jedweder Provokationen, die die Kerninteressen unserer\nSicherheit bedrohen, werden ihre Taten so bereuen, wie sie<\/p>\n\n\n\n<p>lange nichts bereut haben\u201c, sagt Putin in seiner Rede vor\nHunderten Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Religion. Eine Machtdemonstration\nund Drohgeb\u00e4rde.<\/p>\n\n\n\n<p>Angeblich h\u00e4tten Festnahmen die Symbolik und Tragweite dieser Rede\ngest\u00f6rt. Selbst gelegentliche Rufe \u201ePutin ist ein Dieb\u201c oder \u201eM\u00f6rder\u201c werden\nvon der Polizei an diesem Abend ohne Reaktion zur Kenntnis genommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz so friedlich geht es in anderen Regionen des Landes nicht\nzu, beispielsweise in St. Petersburg. Eine Delegation um den Dresdner Oberb\u00fcrgermeister\nDirk Hilbert ist gerade dort eingetroffen. Mehr als 800 Demonstranten seien\nfestgenommen worden, hei\u00dft es am n\u00e4chsten Tag. Polizisten gehen mit Schlagst\u00f6cken\nund Elektroschockern gegen Demonstranten vor. Die Menschenrechtsgruppe OWDInfo spricht\nvon 1.770 Festnahmen bei Protesten in mehr als 50 St\u00e4dten.<\/p>\n\n\n\n<p>Von der Pro-Nawalny-Demonstration auf den Stra\u00dfen vor seinem\nHotel habe er in der Nacht nicht mehr viel mitbekommen, erz\u00e4hlt Kretschmer am n\u00e4chsten\nTag. \u201eIch sehe in der jungen Bev\u00f6lkerung den Wunsch nach einem freiheitlichen\nLeben und einer guten Zukunft und die Sorge, dass diese Freiheiten in den\nkommenden Jahren weniger werden. Das merke ich schon\u201c, sagt Kretschmer, ohne\nden Namen Putin auch nur zu erw\u00e4hnen. Am Abend zuvor hatte er in der Deutschen\nBotschaft einen Vertreter der Menschenrechtsorganisation Memorial getroffen,\ndie 2016 vom Justizministerium zu einer Art Agent f\u00fcr eine ausl\u00e4ndische Macht\nerkl\u00e4rt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Gastfreundschaft der Russen ist legend\u00e4r, ebenso wie\ndie Unterdr\u00fcckung der Opposition durch die Regierung und die \u00dcberwachung durch\nGeheimdienste. Kretschmers Delegation hat schon bei Abflug im Programmheft die\nEmpfehlung bekommen, mobile Ger\u00e4te wie Handys und Laptops ununterbrochen pers\u00f6nlich\nmitzuf\u00fchren. Auch Hotelsafes seien nicht sicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Kretschmers Kalender am Donnerstag ist eng getaktet. Fr\u00fchst\u00fccken\nmit der Deutsch-Russischen Au\u00dfenhandelskammer zum Thema Strukturentwicklung und\nKohleausstieg, ein bisschen Werbung f\u00fcr die \u201egesicherte Gasverbindung\u201c \u00fcber\nNord Stream 2. Vom Hotel aus geht es schnellen Schrittes einmal \u00fcber den Roten\nPlatz, vorbei am alten zaristischen Kaufhaus GUM hin zur ber\u00fchmten\nZwiebelkirche. Russische<\/p>\n\n\n\n<p>Touristen machen Platz, schauen Kretschmer hinterher. Wer ist\nder Mann, der hier mit Entourage und TV-Kameras unterwegs ist? Die meisten\ndrehen sich schnell wieder um. Zu unbekannt ist der Mann aus Sachsen in Moskau.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Kretschmer versucht, entspannt r\u00fcberzukommen, h\u00f6rt seinem pers\u00f6nlichen\nStadtf\u00fchrer Jan Kantorczyk zu, dem Kulturreferenten der Deutschen Botschaft. \u201eDie\nBasilius-Kathedrale ist das zweitwichtigste Geb\u00e4ude auf dem Platz\u201c, h\u00f6rt er Kantorczyk\nsagen. Noch ein paar Minuten und Kreml-Mauer und Lenin-Mausoleum sind vor\u00fcber.\nObwohl der Revolution\u00e4r an diesem Donnerstag Geburtstag h\u00e4tte, eilt Kretschmer\nnur vorbei. Kaum jemand will sich mehr mit Lenin schm\u00fccken und doch weht f\u00fcr\nden Moment ein Hauch Sozialismus \u00fcber das Kopfsteinpflaster, als Polizisten eine\nGruppe der Kommunistischen Partei Russlands mit roten Fahnen kontrollieren, die\nzu Lenin wollen. Ein paar Delegationsteilnehmer machen Selfies vor dem Mausoleum.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Protokoll der Botschaft hat eine Kranzniederlegung am Grab\ndes unbekannten Soldaten an der Kreml-Mauer organisiert. Nahezu ein\nPflichttermin f\u00fcr jeden Staatsbesuch aus Deutschland. Kretschmer steht ein paar\nSchritte vor seiner Delegation. Getragene Milit\u00e4rmusik ert\u00f6nt. Drei Soldaten pr\u00e4sentieren\nden Kranz<\/p>\n\n\n\n<p>mit der gr\u00fcn-wei\u00dfen Sachsensch\u00e4rpe, schlagen die Hacken zusammen\nund auf den Boden und heben das Gebinde auf einen St\u00e4nder. Kretschmer zupft die\nSchleifen zurecht, verharrt einen Moment.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir Deutschen wissen um unsere Verantwortung und sind dankbar \u00fcber\ndie Freundschaft und das Vertrauen, das wir jeden Tag erfahren\u201c, sagt\nKretschmer zum Kreml-Kommandanten, der ihn ebenso begleitet wie ein deutscher\nBrigadegeneral aus der Botschaft. Ein schnelles Foto, H\u00e4ndesch\u00fctteln, dann geht\nes mit dem Botschafter und seiner Diplomatenlimousine zum Gesundheitsminister.<\/p>\n\n\n\n<p>Als einer von wenigen Regierungsvertretern empf\u00e4ngt ihn dort\nMinister Michail Albertowitsch Muraschko. \u201eWir haben dar\u00fcber gesprochen, wie\nCorona sich in Russland entwickelt. Der Lockdown war hier sogar h\u00e4rter als bei\nuns\u201c, sagt Kretschmer, als er nach dem Gespr\u00e4ch wieder herauskommt. Mit hinein\nd\u00fcrfen die Journalisten auch dort nicht. Stolz erz\u00e4hlt Kretschmer, dass Deutschland\n30 Millionen Dosen des russischen Impfstoffes Sputnik bestellen wird. Aber\nerst, wenn er in Europa zugelassen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Sachsen selbst hatte darauf verzichtet, wie andere Bundesl\u00e4nder\nsich quasi im Alleingang Sputnik-Dosen reservieren zu lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch was wird nun aus der Begegnung mit Wladimir Putin? Es h\u00e4tte\nder H\u00f6hepunkt der Moskau-Reise werden k\u00f6nnen. Die Reiseplanung sei noch nicht\nabgeschlossen, hatte die s\u00e4chsische Staatskanzlei stets betont und damit ein m\u00f6gliches\nTreffen offengehalten. Kretschmer war Putin schon einmal begegnet, im Sommer\n2019, am Rande eines Wirtschaftsforums in St. Petersburg. <\/p>\n\n\n\n<p>Damals sorgte das Foto von Kretschmer und Putin auch in der CDU\nund in der Bundesregierung f\u00fcr erhebliche Irritationen bis hin zu Ver\u00e4rgerung.\nDoch zwei Jahre sp\u00e4ter bleibt dieses Bild ganz aus. Es werde nur ein Telefonat\nzwischen beiden geben, hei\u00dft es am Vormittag. Ein paar Stunden sp\u00e4ter gibt es\ndann ein vielleicht nichtminder historisches Foto von Kretschmer, auf einem\nalten Sofa sitzend, dahinter eine altehrw\u00fcrdige Holzvert\u00e4felung. Kretschmer h\u00e4lt\neinen Telefonh\u00f6rer in der Hand, der aus den 80er-Jahren stammen k\u00f6nnte. Am anderen\nEnde ist Wladimir Putin.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kreml ver\u00f6ffentlicht dazu sp\u00e4ter eine karge\nPressemitteilung. Man habe die Perspektiven der russisch-deutschen Beziehungen diskutiert,\n\u00fcber eine gemeinsame Forschung und Lieferung von Corona-Impfstoffen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAuf Ersuchen von Michael Kretschmer\u201c, hei\u00dft es weiter, habe der\nPr\u00e4sident auch \u00fcber russische Ans\u00e4tze zur L\u00f6sung der Ukraine-Krise informiert.\nUnd \u00fcber Nawalny habe man ebenfalls gesprochen. Das sei doch selbstverst\u00e4ndlich\ngewesen, dass auch diese beiden Themen angesprochen werden, betont Kretschmer\nsp\u00e4ter via Facebook. Nur zwei Stunden sp\u00e4ter gibt es erste Meldungen, dass\nRussland einen Teil seiner Truppen entlang der ukrainischen Grenze wieder\nabziehen will. Als h\u00e4tte ein einziges Telefonat schon gereicht.\n\nDaf\u00fcr zeichnet sich ein neues \u201eSofa-Gate\u201c ab:\nDas mit einer wildromantischen Szene aus Gobelin-Stoff \u00fcberzogene Sitzm\u00f6bel, auf\ndem Kretschmer w\u00e4hrend seines Telefonats sitzt, sorgt f\u00fcr Erheiterung. Am Abend\ndann ein weiterer H\u00f6hepunkt der Moskau-Reise. Die gemeinsame Ausstellung der\nStaatlichen Kunstsammlungen und der Tretjakow-Galerie wird feierlich er\u00f6ffnet.\nDer Titel der Schau k\u00f6nnte nicht besser in die schwierige innenpolitische Lage\nRusslands passen: \u201eTr\u00e4ume von Freiheit\u201c.\n\n\n\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00e4chsische Zeitung, Seite 3, 23.04.2021 &#8222;Reise der Gegens\u00e4tze&#8220; Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer ist mit gro\u00dfer Delegation in Russland unterwegs. Au\u00dferprotokollarischer H\u00f6hepunkt: ein Telefonat mit Putin. Von Tobias Wolf, z. Zt. Moskau Tausende str\u00f6men in Richtung Kreml. Die Stra\u00dfen sind voll mit Menschen, die hinter Absperrgittern an ihr Ziel dr\u00e4ngen. Polizei-Sirenen heulen hektisch durch die Innenstadt. 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